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Medienmitteilungen

04.06.2018

Ja zum Medical Master

PizolCare, eines der grössten Ärztenetzwerke in der Ostschweiz, empfiehlt am 10. Juni ein Ja zum «Joint Medical Master», der einen Teil der ärztlichen Ausbildung nach St.Gallen bringt. Zu PizolCare gehören rund 100 Haus-, Spezial- und Spitalärztinnen und -ärzte in der Region Sarganserland-Werdenberg.

In der Schweiz werden zu wenig Ärztinnen und Ärzte ausgebildet. Im Jahr 2016 be­sassen rund 44 Prozent aller in der Ostschweiz tätigen Ärztinnen und Ärzte ein auslän­disches Diplom. Hier fehlen Ausbildungsplätze für Ärztinnen und Ärzte gänzlich. Verstärkt wird der Ärztemangel einerseits durch die demografische Entwicklung bei der Ärzteschaft: 50 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte in unserem Kanton sind über 55 Jahre alt.

PizolCare, ein Pionier in der integrierten, medizinischen Versorgung, begrüsst den Vorschlag der Regierung, dass ab dem Herbstsemester 2020 neu 40 Studierende ihr Hauptstudium (Master) in Humanmedizin an der Universität St.Gallen absolvieren sollen; für ihr Grundstudium (Bachelor) haben sie zuvor die Universität Zürich besucht.  Das Studium betont gemäss regierungsrätlicher Vorlage neben einer gründlichen wissenschaftlichen und klinischen Ausbildung die Bereiche medizinische Grundversorgung, Interprofessionalität und interprofessionelles Lernen sowie Management und Governance.

Aus Sicht der PizolCare wird mit der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in St.Gallen eine Ausbildungs­lücke geschlossen und dem Mangel an medizinischem Fachpersonal entgegen­ gewirkt. Davon profitieren der ganze Kanton und die ganze Ostschweiz. Es lassen sich mehr angehende Ärztinnen und Ärzte in der Region, auch in Randregionen, nie­der. Das ist zwar nicht die einzige Erfolg versprechende Massnahme gegen den Hausarztmangel, aber immerhin ein wichtiger Mosaikstein.