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Medienmitteilungen

18. November 2019

Qualität der Gesundheitsversorgung ist entscheidend

PizolCare, das Ärztenetzwerk der Region Werdenberg-Sarganserland, bedauert sehr, dass die St.Galler Regierung das Spital Walenstadt aufheben will. Aus Sicht von PizolCare ist jedoch die Qualität der Gesundheitsversorgung in der gesamten Region entscheidend für die Bevölkerung.

Zu PizolCare gehören rund 100 Haus-, Spezial- und Spitalärztinnen und -ärzte in der Region Werdenberg-Sarganserland-. In dieser Region gibt es mit Grabs und Walenstadt derzeit zwei Spitäler, mit denen PizolCare seit jeher sehr gut zusammenarbeitet. Mit Blick auf die von der St.Galler Regierung vorgeschlagenen Strategie «4plus5» bedauert es PizolCare grundsätzlich, dass das Spital Walenstadt bis 2028 aufgehoben und in ein Gesundheits- und Notfallzentrum umgewandelt werden soll. Das Ärztenetzwerk wird sich in der öffentlichen Diskussion und Lösungsfindung weiterhin konstruktiv und als verlässlicher Partner der Spitalregion einbringen.

Integrierte Versorgung ist entscheidend
PizolCare steht für eine integrierte Gesundheitsversorgung ein, in der Hausärzte, Spezialisten, Spitäler, Spitex und weitere Organisationen effizient zusammenarbeiten: das dient dem Wohl der Patienten und ist auch ökonomisch sinnvoll. Die finanziellen Herausforderungen, vor denen das Gesundheitswesen als Ganzes, besonders aber auch die Spitäler stehen, erfordern diese gesamtheitliche Sicht. Dafür wird sich PizolCare auch in den laufenden und zukünftigen Debatten engagieren.

 

4. Juli 2019

Umfrage am PizolCare-Gesundheitstag an der SIGA: Klare Aussagen zu «heissen» Fragen

Rund 2‘500 Interessierte besuchten an der diesjährigen SIGA den Gesundheitstag am zweiten Messesamstag. Mehrere hundert Gäste liessen BMI, Cholesterin- und Glukose-Werte messen, und fast 100 beteiligten sich an einer Umfrage zu «heissen» Fragen im Gesundheitswesen.

Die Verantwortlichen von PizolCare zeigen sich zufrieden mit den Besucherzahlen. Geschäftsführer Urs Keller dazu: «Die Zahl der Gäste schätzen wir auf rund 2’500, jeder sechste hat sich dabei zumindest einen Wert messen lassen, und viele haben sich auch vor Ort beraten lassen.»

Klare Antworten
Am Ende des Rundgangs machte der PizolCare-Patientenbeirat eine Umfrage zu aktuellen Fragen. Die Zahl von rund 100 Teilnehmenden (man konnte auf einem Poster mit Farbpunkten Antworten geben) bringt zwar keine repräsentativen Ergebnisse. Die Resultate sind aber dennoch sehr klar und geben einen Hinweis auf die «Stimmung» in der Bevölkerung bei diesen Fragen. So sind zwei Drittel der Meinung, dass gewisse teure Therapien nicht aus der Grundversicherung gestrichen werden sollten. Wenn das doch der Fall sein sollte, dann stellen die Befragten am ehesten den Gelenk-Ersatz bei über 90-jährigen in Frage. Mehr «Verständnis» haben selbst die Ja-Stimmenden für Magenoperationen bei starkem Übergewicht, Lungenkrebs bei langjährigen Rauchern und teuren Herzoperationen auch bei über 85-jährigen.

Für mehr Eigenfinanzierung
Auf die Frage «Sollen die Kosten der Pflege in den Heimen von der Allgemeinheit übernommen werden, wenn noch ein Vermögen von über CHF 100‘000 vorhanden ist?» sagen fast 80 Prozent nein. Sie haben also dafür Verständnis, dass jede/r auch etwas an die Kosten der eigenen Pflege bezahlen soll, wenn sein Vermögen das zulässt. Ebenso klar sind etwa 90 Prozent der Befragten aber der Ansicht, dass dabei nur das Vermögen, nicht aber eigenes Wohneigentum dazu benutzt werden soll.

Schliesslich betonen fast zwei Drittel der Antwortenden, dass auch sehr teure Operationen für alle leidenden Personen zugänglich sein sollen, und nicht etwa nur Personen mit Zusatzversicherungen. Ein Teil der Nein-Antwortenden stellt diese Operationen am ehesten bei ganz alten Menschen in Frage.

 

09.04.2019

Parcours und Bewegung für Kinder und Erwachsene

2019 findet der PizolCare-Gesundheitstag wieder statt und zwar am Samstag, 11. Mai. Von 11 bis 17 Uhr warten auf die Kinder spannende sportliche Aktivitäten, während sich die Erwachsenen auf einen interessanten Gesundheitsparcours mit verschiedensten Tests freuen dürfen.

Rund 20 Organisationen beteiligen sich am diesjährigen PizolCare-Gesundheitstag an der SIGA und bieten ein spannendes Erlebnis für die ganze Familie. Die im Hausarztmodell von PizolCare Versicherten, können für Samstag, 11. Mai 2019, einen SIGA-Gratiseintritt bestellen (per Mail an gesundheitstag@pizolcare.ch). Ticket-Bestellungen können bis spätestens 3. Mai 2019 berücksichtigt werden.

Gesund werden und bleiben
Im Gesundheitsparcours bieten die Aussteller spannende Informationen und Tests in Gesundheitsbereichen wie Gleichgewicht, Blutdruck, Blutzucker, Body Mass Index (BMI), Krebs- und Diabetesberatungen, Lungenfunktionen und viele weitere an. Und auch die Kinder können sich bei den Sport-Angeboten vergnügen.

Gesundheit in der Region fördern
Der diesjährige Gesundheitstag wird wiederum von PizolCare – dem Ärztenetzwerk der Region Werdenberg-Sarganserland – und der Aktion «Herzhaft gsund» des Ärztevereins Werdenberg-Sarganserland organisiert. Die PizolCare ist ein Netzwerk von 100 Hausärztinnen und Hausärzten, das sich für die Gesundheit in der Region aktiv einsetzt. Unter anderem, mit den auf Patientinnen und Patienten abgestimmten Kursen wie KOMEKON (für Diabetiker Typ 2), KOHIKON (Herzinsuffizienz), KOREKON (COPD) und Selbstmanagement-Angeboten (Schmerzbewältigung, Depression, Psychose, Demenz, usw.), gestaltet PizolCare das Gesundheitsumfeld aktiv mit.

Inserat mit Talon

 

04.06.2018

Ja zum Medical Master

PizolCare, eines der grössten Ärztenetzwerke in der Ostschweiz, empfiehlt am 10. Juni ein Ja zum «Joint Medical Master», der einen Teil der ärztlichen Ausbildung nach St.Gallen bringt. Zu PizolCare gehören rund 100 Haus-, Spezial- und Spitalärztinnen und -ärzte in der Region Sarganserland-Werdenberg.

In der Schweiz werden zu wenig Ärztinnen und Ärzte ausgebildet. Im Jahr 2016 be­sassen rund 44 Prozent aller in der Ostschweiz tätigen Ärztinnen und Ärzte ein auslän­disches Diplom. Hier fehlen Ausbildungsplätze für Ärztinnen und Ärzte gänzlich. Verstärkt wird der Ärztemangel einerseits durch die demografische Entwicklung bei der Ärzteschaft: 50 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte in unserem Kanton sind über 55 Jahre alt.

PizolCare, ein Pionier in der integrierten, medizinischen Versorgung, begrüsst den Vorschlag der Regierung, dass ab dem Herbstsemester 2020 neu 40 Studierende ihr Hauptstudium (Master) in Humanmedizin an der Universität St.Gallen absolvieren sollen; für ihr Grundstudium (Bachelor) haben sie zuvor die Universität Zürich besucht.  Das Studium betont gemäss regierungsrätlicher Vorlage neben einer gründlichen wissenschaftlichen und klinischen Ausbildung die Bereiche medizinische Grundversorgung, Interprofessionalität und interprofessionelles Lernen sowie Management und Governance.

Aus Sicht der PizolCare wird mit der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in St.Gallen eine Ausbildungs­lücke geschlossen und dem Mangel an medizinischem Fachpersonal entgegen­ gewirkt. Davon profitieren der ganze Kanton und die ganze Ostschweiz. Es lassen sich mehr angehende Ärztinnen und Ärzte in der Region, auch in Randregionen, nie­der. Das ist zwar nicht die einzige Erfolg versprechende Massnahme gegen den Hausarztmangel, aber immerhin ein wichtiger Mosaikstein.